Mobiles Web

16.07.2010 von Sandro Wellenzohn

Im Zusammenhang mit den interaktiven Medien sind wir immer weniger an den klassischen Computer gebunden. Schon vor einigen Jahren haben Notebooks Ihren Besitzern eine gewisse Mobilität verliehen. Diese Geräte sind heute so ausgereift, dass es für den klassischen Anwender immer weniger wichtig wird, sich einen Mobilitäts- und Platzraubenden Desktop – Computer zuzulegen.
Zudem sind wir heute noch einen Schritt weiter – immer kleinere und praktischere Devices haben immer mehr Funktionalitäten.

Also habe ich es für wichtig befunden, hier kurz darauf einzugehen, was das für eine Auswirkung auf das Medium Internet hat.

Das Web wird mobil

Schon seit geraumer Zeit ist eine Entwicklung im Gange, die meines Erachtens schon Ausmasse erreicht hat, die es schlichtweg unmöglich machen, diese Veränderungen zu ignorieren.
Das Web wird mobil – Immer mehr Menschen (noch vordergründig jüngere) möchten unterwegs die Vorzüge und Möglichkeiten nutzen, die Ihnen das WWW bietet. Wer möchte nicht beispielsweise gerne beim Einkaufsbummel sehen können, wo es das selbe Produkt am günstigsten gibt und auch noch eine Wegbeschreibung dahin erhalten, die Bahnfahrkarte noch schnell online lösen, unterwegs Neuigkeiten lesen, oder während einer langen Zugfahrt mit Freunden schreiben oder TV schauen?

Alleine in der Schweiz schätzt man, das etwa 15% der Bevölkerung bereits ein Smartphone besitzt. Ausserdem sollen alleine in der Schweiz rund 600 000 Personen ein IPhone besitzen (Quelle: http://www.mfx.ch/2009/12/19/statistik-zum-iphone-in-der-schweiz/). Tendenz natürlich steigend. Auch die Datentarife werden (wenn auch etwas verzögert) langsam erschwinglich.

Moderne Anwendungen

Künftig können mittels Augmented Reality, diversen Tags und dem WWW auch stärkere Verbindungen zwischen dem “realen Leben” und dem “virtuellen Profil” hergestellt werden. Das wird starke Auswirkungen auf das Interaktionsdesign haben (Anwendungen sind Touch & Surface Computing, Augmented Reality, Real<->Social,…)

  • Ein Beispiel ist Lego. Hier kann man sich im Laden eine Lego-Packung mit einem Tag vor einen Bildschrim halten, dieser Zeigt einem den Packungsinhalt dann funktional und zusammengebaut an und man das Objekt rotieren und sich genau ansehen, was man denn da kauft. Auch im WWW gibt es diese Möglichkeit. Weitere informationen dazu hier.
  • Um die Verknüpfung eines “realen Ladenbesuchs” mit Social Media hat sich letztens Die Kleidermarke “DIESEL” bemüht. Eine Diesel-Cam in den Stores bietet die Möglichkeit, sich selbst im neuen Outfit zu fotografieren, das Foto auf sein Facebook Profil zu stellen und sich dann gleich Meinungen einzuholen. Hier gibts mehr Infos.

Natürlich gibts noch etliche Beispiele. Ich freue mich auch über mehr Beispiele von euch!

Die Aufgabe …

… die wir als digital Media Agenturen haben ist, uns auf diese Entwicklung frühzeitig (wenn nicht schon geschehen: JETZT) einzustellen, sie genau zu untersuchen, auszutesten und sich keinesfalls vor ihr zu verschliessen.

  • Deshalb optimieren wir schon seit geraumer Zeit als ersten Schritt bei Guave Studios unsere Microsites und Websites für mobile Devices.
    Die Zugänglichkeit einer Webseite oder Applikation über mobile Endgeräte muss gewährleistet sein, die Zielgruppe ist gross und die Accessibility-Anforderungen beschränken sich heute nichtmehr nur auf klassische Computer.
  • Der Entwicklung von Apps für IPhones, IPads und Android Devices haben wir uns ebenfalls angenommen – einige Apps sind in Entwicklung – wir werden hier noch genauer darüber berichten.
  • Touch- und Multitouchanwendungen mit Webanbindung (z.B. Social-Media) Anbindung beispielsweise für Touchscreens oder Geräte auf Messen oder in Filialen entwickeln wir auch seit kurzem.

Wir sind gespannt, wo uns diese Entwicklung hinführen wird und sind offen für Neues!

Wenn ihr auch Erfahrungen gemacht habt, oder interessante Projekte in dem Zusammenhang gefunden habt, zögert bitte nicht, uns diese bei den Kommentaren zu posten!
Gruss
Sandro


Guave Studios – Design showcase

01.07.2010 von Sandro Wellenzohn

Ich habe mir mal die Zeit genommen, ein paar Design Mockups aus verschiedenen “Epochen Guave Studios”  aufzubereiten und hier hineinzustellen. Dienen sollen Sie in erster Linie als Inspiration, weiterhin freue ich mich über Meinungen, Anregungen, Designtrends, Tips uvm.

liste wird hin und wieder erweitert!
Sandro

Guave Studios goes RED

17.06.2010 von David Fritsche

Red One

Wieder einmal hatten wir nun die Gelegenheit einen Action geladenen Trailer für einen unserer Kunden zu produzieren. Das Budget reichte zwar nur für einen Drehtag, aber das hat uns natürlich nicht davon abgehalten so viel “Action” wie nur möglich in den Trailer reinzupacken. Luxus Yacht, heisse Girls, schnelle Autos, Verfolgungsjagd, Gewehre, und was heutzutage auch nicht fehlen darf … ein Parkour Künstler!

Um das alles auch optisch anspruchsvoll zu verpacken war der Einsatz der RED ONE natürlich unumgänglich. Die mit einem Vollformat-35mm CMOS Sensor bestückte digitalen Filmkamera lieferte uns hochauflösende, gestochen scharfe, 4k Bilder. Zudem hatten wir die Möglichkeit die Framerate auf bis zu 120 fps einzustellen um somit die Zeit zu verlangsamen und wunderschöne Slow-Motion-Effekte zu erzeugen.

Durch einen optimierten digitalen 2k Workflow konnten wir die Post-Produktion sogar innerhalb von drei Tagen abschliessen (inkl. 3D Visual Effects!).

Diese “filmische Blitzaktion” verlangte natürlich grossen Einsatz des gesamten Teams und somit möchten wir uns nochmals bei allen Mitwirkenden bedanken für ihr Engagement!

… und nun noch ein paar Bilder des Drehs:

… und natürlich den “Fake-Trailer” (… in 3Dee !! ;-) ):

Jump ‘n Run – Official Fake Trailer from Guave Studios on Vimeo.

New Guave Studios Corporate

09.06.2010 von Sandro Wellenzohn

Ich habe mich letzthin mal hingesetzt und etwas gemacht, dass ich schon Ewigkeiten vor hatte – jedoch immer wieder aufgeschoben habe.
Ich habe Entwürfe für neue Visitenkarten und Briefpapier von Guave Studios gestaltet. Das neue Design ist schlichter als das alte und hat mehr Spache und Farbanteil.
Ausserdem haben wir uns vermehrt darauf konzentriert, die Printschine auch der neuen Webseite anzupassen.

Eine Idee war noch, ein QR-Tag einzubinden. Finde ich keine schlechte Idee, besonders da wir ja überwiegend im digitalen Bereich unterwegs sind.
Allerdings sieht so ein QR-Tag auf der gestylten Karte mehr als störend aus. Ausser man zieht einen Pixel- bzw. Bitmapstyle über die ganze Karte hinweg durch,
was sich allerdings stark mit unserem CD beissen würde.  Ideen?

vcard_3d-rendering1

rechnung_3d-rendering

Über Meinungen freue ich mich.

Hello Air, hello Android :C|

07.06.2010 von Martin Muther

Adobe AIR für Android ist da. Mit CS5 kann man direkt für Android APK Pakete erstellen. Dieser Artikel erklärt wie man AIR auf Android mit FlashDevelop entwickeln kann.

Mit Guave Studios einen Blick auf Adobe AIR

Da wir bei Guave Studios daran intressiert sind, in den verschiedensten Kanälen interaktive Inhalte bereitzustellen, beschäftigen wir uns intensiv mit den Möglichkeiten, die uns mobile Endgeräte bieten. Ein wichtiger Faktor für uns ist eine möglichst plattformunabhänige Lösung, um keinen unnötigen Aufwand zu generieren. Unter Plattformunabhänig verstehen wir nicht “Eine generelle Lösung für alle” sondern “Eine Lösung für den Einzelnen basierend auf der Lösung für alle”.  Adobe AIR bietet einen gemeinsamen Nenner. Ich denke, dass für viele Applikationen – vorallem im promotionalen Bereich – Adobe AIR ausreicht. Sollte dies nicht der Fall sein, kann eine spezielle Lösung in betracht gezogen werden.

AIR for Android

AIR gibt es für den Android Emulator und auch die Devices mit Android 2.1 (7) oder 2.2 (8). Derzeit befindet sicht AIR noch in der Entwicklung (Beta). Benötigt wird ebenfalls das Android SDK.

Flash CS5

Nachdem man die Vorraussetzungen (AIR auf dem Device/Emulator, Android SDK) installiert und konfiguriert hat (weiter unten) kann man relativ schnell mit der Entwicklung loslegen.

Der Workflow gestaltet sich recht einfach. Unter File -> AIR Android Settings kann man die Parameter für die Erstellung anpassen. Hier hat man die Möglichkeit einen Schlüssel zu generieren der danach zum signieren verwendet wird. Beim Veröffentlichen wird die APK generiert und automatisch bei angschlossenem Device oder Emulator direkt auf dem Endgerät gestartet. Somit kann auch sofort getestet werden.

Nur: Wer codet denn in CS5 ;) ?

Flash Develop

(Tutorial)

Wir hätten auch die Möglichkeit mit Flash Develop über CS5 zu publishen. Ich zeige hier aber die Lösung ohne CS5 benützen zu müssen.

Mit ein paar Einstellungen und einem Template bekommen wir das auch auf Flash Develop oder anderen IDEs zum laufen. Der ganze Worklfow kann per Kommandozeile nachgebaut werden. Selbst debugging direkt in Flash Develop wird möglich.

Hierfür brauchen wir aber noch folgendes:

Dann einfach die Flex SDK entpacken. In denselben Ordner können dann die AIR 2.5 Dateien entpackt werden. Dann noch die playerglobal.swc in den Ordner flex40sdk\frameworks\libs\player\10.1 entpacken.

Android SDK entpacken und Setup ausführen. Die aktuellen APIs updaten. Um testen zu können benötigen wir hier jetzt den Emulator. (USB weiter unten).  Hier wird Android 2.1 oder 2.2 erstellt. Auf der Seite AIR 2.5 SDK muss man noch die APK Datein für den Emulator und eventuell für das Device runterladen. Ich würde empfehlen, den AndroidSDK/tools Pfad zu den Umgebungsvariablen hinzuzufügen (Rechtsklick auf Computer->Erweiterte Systemeinstellungen -> Umgebungsvariablen-> PATH)

Wir können jetzt in der Kommandozeile einen Sever starten mit adb start-server. Wenn wir jetzt den Emulator per emulator -avd [EmulatorName] starten. Mit “adb devices” sehen wir ob unser Emulator erkannt wurde. Sonst nochmal per “adb kill-server” und “adb start-server” probieren.

adb-kill-startserver

Wenn wir jetzt das air.apk für den Android Emulator ausgepackt haben, können wir per adb install Runtime_Emulator_Eclair_20100517.apk (Eclair ist Android 2.1)

Flash Develop (ab 3.1.1) normal installieren und mit dem Flex SDK verbinden (über Einstellungen->AS3 Context->Path to Flexsdk)

Das Flash Develop Template airandroid.fdz kann jetzt ausgeführt werden. Dies ist standardmässig auf Windows mit Flash Develop verlinkt und wird dann automatisch installiert. Alternativ kann man auch die Datei auf .zip umbenennen und in den Flash Develop/Projects Ordner entpacken.

Mit Flash Develop kann jetzt ein Projket vom Typ “Air Android AS3″ erstellt werden. Der Parameter Name ist Pflicht und sollte wenn möglichst klein und ohne Leerzeichen geschrieben werden. Der Package Path kann ich auch empfehlen auszufüllen, da die erstellte Android ApplikationsID sich dann aus packagepath.projectname zusammensetzt.

AIR Android Flash Wizzard

Wir können das Projekt jetzt anlegen.

Im src Ordner kann jetzt die Datei Main.as editiert werden. Ein kleines trace(“Hello World”); sollte für unseren ersten Test reichen.

Im Projektordner scripts sollte man noch die settings.bat anpassen um individuelle Keys zu generieren. Es kann auch hier direkt ein Key hinterlegt werden. (CERTIFICATE_FILE). Es kann hier auch ein Passwort spezifiziert werden. Dies ist dann aber während der ganzen Zeit in der Datei gespeichert. Ich würde empfehlen während des Entwicklungsprozesses den SelfSigned Key zu verwenden und erst beim Release auf den richtigen Code Signingkey zu verwenden. Derweilt wird das Passwort automatisch beim Debuggen aus der settings.bat gelesen.

Endlich testen!

Jetzt können wir das Projekt direkt per F5 oder dem Run Button testen.

Ablauf:

  1. .swf File wird gebuildet
  2. key wird gecheckt und evtl generiert
  3. IP Addresse wird ermittelt um den Debugger zu connecten (Erste IPv4 im ipconfig)
  4. Das APK wird gebuildet und mit dem Key gesigned
  5. Die Applikation wird auf dem verbundenen Device deinstalliert (falls installiert)
  6. Die Applikation wird auf dem verbundenen Device installiert
  7. Die Applikation wird auf dem Device gestartet
  8. Der Debugger connected zum Debugger auf der hinterlegten IP
  9. Hello Android müsste in der Console auftauchen

Anmerkungen zum Device USB Debugging

Das heikelste war es, mein HTC Desire mit Android 2.1 für die Entwicklung zu präparieren. Ich habe viele Informationen im Internet gefunden, jedoch nur wenige waren erfolgreich.

Was ich speziell zum HTC Desire sagen kann ist, den Treiber der auf der SD Card ist zu benutzen. Dieser wird mit HTC Sync installiert. Aktiviert man auf dem Device das USB Debugging, sieht das Device mit “adb devices”.

Für das Flash Debugging wird WLAN Access benötigt. Mit einer zugewiesenen IP (DHCP zb) kann man das Device zum Debugger verbinden.

Und voila, viel Spass beim Applikationen schreiben.

Links