Wieder einmal hatten wir nun die Gelegenheit einen Action geladenen Trailer für einen unserer Kunden zu produzieren. Das Budget reichte zwar nur für einen Drehtag, aber das hat uns natürlich nicht davon abgehalten so viel “Action” wie nur möglich in den Trailer reinzupacken. Luxus Yacht, heisse Girls, schnelle Autos, Verfolgungsjagd, Gewehre, und was heutzutage auch nicht fehlen darf … ein Parkour Künstler!
Um das alles auch optisch anspruchsvoll zu verpacken war der Einsatz der RED ONE natürlich unumgänglich. Die mit einem Vollformat-35mm CMOS Sensor bestückte digitalen Filmkamera lieferte uns hochauflösende, gestochen scharfe, 4k Bilder. Zudem hatten wir die Möglichkeit die Framerate auf bis zu 120 fps einzustellen um somit die Zeit zu verlangsamen und wunderschöne Slow-Motion-Effekte zu erzeugen.
Durch einen optimierten digitalen 2k Workflow konnten wir die Post-Produktion sogar innerhalb von drei Tagen abschliessen (inkl. 3D Visual Effects!).
Diese “filmische Blitzaktion” verlangte natürlich grossen Einsatz des gesamten Teams und somit möchten wir uns nochmals bei allen Mitwirkenden bedanken für ihr Engagement!
… und nun noch ein paar Bilder des Drehs:
… und natürlich den “Fake-Trailer” (… in 3Dee !! ):
Nach einer längeren Produktionsphase haben wir den Trailer und die Website zu unserem Kurzfilmprojekt in Zusammenarbeit mit lydaa (live your dreams artist agency) fertiggestellt.
Zurzeit befinden wir uns noch in der Postproduktion, einen genauen Release Termin können wir leider noch nicht nennen, schätzen aber, dass es ende August soweit ist. Natürlich werden wir auch in unserem Blog darüber berichten.
Film Konzept – lydaa:
Der Film hat sehr viele interessante Erfahrungen mit sich gebracht, insbesondere mit einigen ungelernten jungen Schauspielern arbeiten zu können, die keine grossen Erfahrungen hatten.
Das Konzept dieser Produktion entstand in Kooperation mit der Partnerin lydaa (live your dreams artist agency), die auch den Teil des Produzenten bei diesem Projekt übernahm. Lydaa ermöglichte es selektierten Leuten, einmal in die Rolle eines Charakters zu schlüpfen und jungen Schauspielern, ihren Traum (einmal in einem grösseren Film mitzuwirken) Wirklichkeit werden zu lassen.
Eine grosse Herausforderung war der Dreh, bei dem wir 16 Tage zu Verfügung hatten, die sehr gut aufgeteilt werden mussten. Bevor die erste Klappe fiel, hatten wir eine Vorproduktion von 4 Monaten bei der wir Drehbuchanpassungen, Storyboards, technische Tests und Drehorganisation übernahmen. Lydaa übte in dieser Zeit bereits mit den ausgesuchten Schauspielern ihre Rollen ein und auch die Kampfkoordination musste geübt werden.
Nach dieser Trainingsphase machten wir noch kurz eine kleine Einführung in das Thema “Arbeiten am Set” auch aus technischer Sicht. Somit waren alle über den Drehablauf gut informiert und wir konnten speditiv arbeiten.
Alle beteiligten hatten bei der ganzen Realisierung sehr viel Spass und durften sehr viele unvergessliche Momente erleben.
Es freut uns, dieses Projekt unterstützen zu können, bei dem für einige Mitwirkende ein Traum in Erfüllung gegangen ist.
Auf der Film Website sind weitere Informationen über den Film zu finden.
Wir freuen uns auf eure Feedbacks.
Gemeinsam mit Angelink haben wir vor kurzem das Projekt gress-cam.ch realisiert.
Hier tritt Gilbert Gress als Botschafter der schweizer Unfallversicherung Suva auf. Die Kampagne stellt wichtige Informationen zur Suva bereit und klärt über Unfallprävention im Sport auf.
Die Idee
Die Idee war direkt mit Gilbert Gress in Kontakt zu treten, der einem dann erklärt auf was man beim Sport besonders achten muss um Unfälle zu vermeiden. Dazu soll er sogar Nutzer anrufen, die ihm seine Telefonnummer hinterlegen.
Realisiert wurden diese Anforderungen mit einer Microsite, die die Webcam von Gilbert Gress zeigt. Gilbert klärt hier einen Besucher über Telefon auf was alles gefährlich sein könnte. Nach Beendigung des Gesprächs fordert die Trainerlegende den Besucher auf, seine Telefon/Natelnummer einzugeben. Dann könne er einen aus der Liste der Besucher aussuchen und einen Rückruf tätigen.
Umsetzung
Damit Gilbert Gress wirklich anrufen kann, benötigten wir einen Telefonservice, der ein Tonband von seiner Stimme in der richtigen Sprache abspielt und dies mit dem Webcam-Video synchronisiert. Die Dreharbeiten fanden nicht bei Gilbert Gress zu Hause, sondern bei uns im eingerichteten Studio statt.
Das gesamte Video besteht aus einem einzigen progressiven Stream. Während der Anrufer wartet, loopt ein Video Controller vor und zurück. Sobald der Teilnehmer den Anruf annimmt, wird die Lautstärke des Videos nach unten geregelt und das Video spielt synchron weiter ab. Hat der Anrufer keine Nummer eingegeben, wird er wiederum zum Zaungast und kann die Unterhaltung mithören. Am Ende verabschiedet sich Gilbert Gress und wünscht den Zuschauern alles Gute.
Grossen Wert wurde auf die sharing-Funktionen gelegt, um es dem Besucher so einfach wie möglich zu machen, seinen Freunden von der Seite zu erzählen. Das Feedback Formular ermöglicht es, zusätzlich Rückfragen und Vorschläge zu tätigen.
Als Grundstock verwendeten wir das PureMVC Framework. Einige andere Libraries (fnfo,fcfg,puremvc,puremvc-syncer,asaf3,flayout,osmf,resm,servicelib,tweener) reduizierten unseren Arbeitsaufwand erheblich.
Hiermit ein Dankeschön an die Entwickler.
Unser Eventpromo “Vanity” – 13.03.2009 wurde von Steve Weiss (Director; Zacuto, FilmFellas, Critics) & Phillip Bloom (Independent DP and Director) in ihrer Show analysiert.
Wie auch in der Show erwähnt wird, drehten wir diesen Spot noch bevor das Firmware-Update mit den manuellen Funktionen der Canon 5D Mark II veröffentlicht wurde.
Für uns eine sehr spannende Herausforderung, die wir aber mit dem tollen Team am Set schnell meisterten.
Ein weiteres Projekt das komplett mit der Canon 5D Mark II gedreht wurde ist unser Kurzspielfilm “The Prague Assignment” der sich zur Zeit in der Post Produktion befindet.
Da wir für den Kurzfilm “The Prague Assignment” einen Sonnenaufgang filmen wollten, haben wir uns diesmal eine besondere Technik überlegt, womit sich ein Zeitraffer von der Nacht bis in den Tag erstellen lässt.
Der übliche Workflow für einen Zeitraffer ist im Grunde ja ganz einfach: mit einer Fotokamera Serienbilder aufnehmen. Je nach Geschwindigkeit des Videos stellt man den Zeitabstand zwischen den Aufnahmen ein. Das geht entweder mit einer speziellen Remote Control oder man schliesst die Kamera an einem Laptop an und verwenden ein spezielles Programm (Die meisten Hersteller bieten eine solche Software an).
Das Problem bei einem Sonnenaufgang (oder -untergang) ist folgendes:
Es ist so gut wie unmöglich die Kamera so einzustellen, dass die Nacht nicht unterbelichtet, bzw. der Tag nicht überbelichtet ist. Die einzige Möglichkeit, um das Problem zu lösen, ist mit Automatik zu fotografieren (entweder Shutter- oder Apertureautomatik). Da ergibt sich aber gleich ein neues Problem, nämlich dass der Zeitraffer dann extrem flimmert bzw. flackert. Das liegt daran, dass die Shutter- bzw. Apertureeinstellungen nicht stufenlos sind. Eine Möglichkeit das Flimmern etwas zu verringern ist, wenn man die Belichtungsmessung auf ein Objekt stellt, das sich nicht bewegt. Darum sollte man nicht den Himmel messen, da immer wenn eine Wolke vorbeisaust, das Bild kurz dunkler und dann wieder heller wird. Trotzdem verändern sich mit der Zeit die Lichtverhältnisse und speziell in dem Moment wo die Sonne aufgeht, wird das Video extrem flackern. Und genau dieses Flackern wird sich rein fototechnisch nicht wirklich verhindern lassen.
Es gibt allerdings eine Technik, mit der sich das flackernde Bildmaterial ausgleichen lässt. Nämlich Tone Mapping (bei HDR Bilder).
Das Problem ist allerdings, dass die Fotos die man geschossen hat keine HDR Bilder sind. Wenn man die Fotos aber als RAW speichert, lässt sich daraus recht gut ein “Fake HDR” erzeugen.
Hierbei hilft uns die Software “Photomatix”. Mit einem “Batch Process” (in Photomatix gibt es die Option “Batch Single Files”) lässt sich aus allen Fotos ein Pseudo-HDR erzeugen. Das alleine hilft natürlich noch nicht. Schlussendlich wird uns hier das Tone Mapping das flackern ausgleichen.
Warum? Ganz einfach, weil (einfach ausgedrückt) Tone Mapping in einem Bild die besten “Kontrastverhältnisse” sucht. Wenn ein Foto also etwas heller oder etwas dunkler ist, ist das Optimum meist irgendwo dazwischen.
Hier kann man wieder einen Batch Prozess über die gerade eben erstellten HDR Bilder laufen lassen, aber dieses mal mit Tone Mapping.
Das Ergebnis kann dann so aussehen:
(oben: normale JPGs der Kamera; unten: die bearbeiteten Pseudo HDR Bilder)
Wie man sieht ist das Flackern nicht 100 %tig entfernt, vor allem in den dunklen Bereichen, da diese recht stark erhellt wurden. Aber ansonsten kann sich das Ergebnis schon sehen lassen.
Ich denke, wenn man mit den Tone Mapping Einstellungen noch etwas spielt, verschwindet auch noch das bisschen Flackern.
Ich hoffe dieses Tutorial war halbwegs verständlich. Ich habe die einzelnen Arbeitsschritte nicht aufgezählt, da die meisten HDR Programme eigentlich sehr einfach zu bedienen sind. Der selbe Effekt lässt sich übrigens auch mit anderen Programmen erzielen, als mit Photomatix. Falls aber doch Unklarheiten bestehen sollten, könnt ihr gerne Fragen stellen.
Ansonsten wünsche ich viel Spass beim selber Probieren!